Pflanzliche Fasern - Synthetische Werkstoffe

Hanf - Flachs - Sisal - Jute - Baumwolle - Kokos - technische Daten
Jute, corchorus ist eine dikotyle (zweikeimblättrige) Pflanze aus der Gattung der Lindengewächse. Von den vielen verschiedenen angebauten Sorten haben zwei eine besondere Bedeutung: Corchorus capsularis für Fasergewinnung, als wichtiges Nahrungsmittel und Heilpflanze und chorcorus olitorius nur für die Fasergewinnung. Die Pflanze erreicht eine Höhe von 2 bis 5m und eine Stängeldicke von 15 bis 25mm. Hauptanbaustaaten sind Indien, Bangladesch, China und Thailand.

Die Jutefaser wird aus dem Bast der Jutepflanze gewonnen. Das Loslösen der Faser vom Stängel erfolgt durch Kaltwasserröste (siehe Flachs). Nach dem Auswaschen in Wasser werden die Faserbündel an der Luft getrocknet. Durch das sogenannte Batschen werden die Fasern weich und geschmeidig gemacht um sie schließlich für die Weiterverarbeitung zu Garn zu verspinnen.
Jute hat verglichen mit Hanf oder Flachs sehr kurze Elementarfasern, eine wesentlich geringere Reißfestigkeit als diese und die höchste Hygroskopizität (Wasseraufnahmefähigkeit) aller Bastfasern.

Da die Jutefasern leicht verrotten, wird Jute beispielsweise bei Rekultivierungsarbeiten und Hangbefestigungsarbeiten in Form von Wurzeljute oder Erosionsschutzgeweben eingesetzt.
Weitere Verwendungen: Jutegewebe für Möbelbau und Möbelrestaurierung, Basteln, Dekoration.
Armierungsgewebe für Lehmputze, Jutefilze ....


technische Daten